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PSA bei wechselnden Arbeitsorten: Persönliche Schutzausrüstung für Büro, Baustelle und Außendienst

PSA bei wechselnden Arbeitsorten


Persönliche Schutzausrüstung für Büro und Baustelle – Praktische Tipps für unkomplizierte Anwendung

PSA für Handwerk und Bürokleidung – Wie geht beides zusammen?

In Ihrem Beruf sind Sie viel unterwegs, mal im Büro, zwischendurch auf der Baustelle oder beim Kunden? Im Office können Sie in normaler Alltagskleidung arbeiten. Im Außeneinsatz dagegen wie beispielsweise im Garten- und Landschaftsbau oder in bestimmten Industrie- und Handwerksbereichen ist eine Persönliche Schutzausrüstung (PSA) vorgeschrieben und auch notwendig. So abwechslungsreich diese Tätigkeiten auch sind, so lästig und vor allem zeitraubend kann es werden, andauernd Kleidung und Schuhe zu wechseln. Entdecken Sie hier praktische Lösungsvorschläge, die sich leicht in Ihre Unternehmensstrategie einbauen lassen.

Sicherheit ist Pflicht

Als erstes ist zu klären, welche Vorschriften und Normen einzuhalten sind, damit sie Ihren spezifischen Arbeitsumgebungen entsprechen. Ausschlaggebend dafür ist die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG. In dieser Beurteilung muss der Arbeitgeber alle Tätigkeiten und Arbeitsorte bewerten und anhand dessen die Schutzmaßnahmen ermitteln. Wenn nach dieser Beurteilung eine PSA notwendig ist, dann ist die PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) zu berücksichtigen. Dementsprechend muss der Arbeitgeber die geeignete PSA kostenlos zur Verfügung stellen, regelmäßig prüfen lassen und Instand halten. Der Part der Arbeitnehmer besteht darin, die PSA nach Vorschrift zu tragen und anzuwenden.

PSA im Business-Look

Rechtlich gesehen besteht kein Unterschied zwischen Baustelle und Büro. Ausschlaggebend ist allein die Gefährdung, die Kleiderordnung spielt dabei keine Rolle. Im Office könnten Sie also in normaler Business-Kleidung arbeiten, während auf Baustellen oder Werkhallen je nach Verordnung Sicherheitsschuhe (EN ISO 20345), Helm (EN 397), GehörschutzSchutzbrille und wenn notwendig auch Warnschutzkleidung (EN ISO 20471) zu tragen sind. Häufig betroffen davon sind Projektleiter und Bauleiter sowohl im Wohn- und Straßenbau wie auch im GaLa-Bau sowie HSE-Manager im Gesundheitsmanagement, Arbeitsschutz und Umweltschutz.

Was heißt nun PSA im Business-Look? Dabei kommt die praktische Seite ins Spiel. Diese Ausrüstung ist so angelegt, dass sie schnell über normale Kleidung gezogen werden kann und dabei ihre Schutzwirkung behält oder aber so flexibel und modern gestaltet ist, dass sie sogar im Büro anbehalten werden kann. Dafür eignen sich vor allem Sicherheitsschuhe, denen man von außen die „Sicherheit“ wie Stahlkappen nicht ansieht. Der lästige Wechsel des Schuhwerks beim Verlassen des Büros gehört damit der Vergangenheit an.

Gesetzliche Kriterien für die Auswahl der PSA in Office und Handwerk

Bei der Zusammenstellung Ihrer PSA müssen auf jeden Fall die DGUV-Regeln und EN-Normen beachtet werden, auch wenn es um den Einsatz im Mischbetrieb geht. Grundlegende EN-Normen sind:

Diese Normen müssen erfüllt werden, unabhängig vom Design von Schuhen oder Kleidung, denn der Schutz hat immer Vorrang. Übrigens greift im Schadensfall auch die Unfallversicherung nur, wenn die Vorschriften eingehalten wurden.

Wer ist verantwortlich für die PSA im Betrieb?

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber für die PSA zuständig. Allerdings macht es Sinn, innerhalb der Firma eine Person damit zu beauftragen, sich um den gesamten Aufgabenbereich von der Bereitstellung und Instandhaltung der PSA bis hin zur Kommunikation zu kümmern. Meist kommen dafür Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder wenn vorhanden, der Betriebsarzt in Frage. Teamleiter und Bauleiter können dafür sorgen, dass die Vorschriften von den Beschäftigten eingehalten werden und die Einkaufsabteilung könnte die Beschaffung übernehmen.

Als Führungskraft vorbildlich vorangehen

Mitunter wird die PSA noch etwas nachlässig eingesetzt. Die Warnweste wird vergessen oder Helm und Schutzbrille bleiben liegen. Gerade wenn Sie und Ihre Mitarbeitenden häufig im Mischbetrieb zu tun haben, muss beim Wechsel zur Baustelle oder Werkstatt gewissenhaft auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften geachtet werden. Gehen Sie insbesondere als Führungskraft mit gutem Beispiel voran. So signalisieren Sie, dass der Arbeitsschutz für alle gilt, vom Chef bis zum Azubi.

So kann die Anwendung der PSA in der Praxis aussehen

Die Theorie ist das eine, die Durchführung im Alltag mitunter der schwierigere Teil. Oft helfen schon kleine Gewöhnungsrituale, um die PSA zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Hier einige Tipps für die Praxis:

  1. Deutliche Kommunikation in Form von regelmäßigen Schulungen und unkomplizierte Unterweisung, warum die PSA unverzichtbar ist.
  2. Kurze, klare und konsequent präsente Hinweise auf die PSA im Intranet.
  3. Komplette PSA als Standard im Auto. Wenn die PSA deutlich ins Auge fällt und immer griffbereit ist, wird sie eher genutzt als wenn die notwendigen Teile erst zusammengesucht werden müssen.
  4. Selbst die PSA systematisch und regelkonform einsetzen und so für jeden zur Routine werden zu lassen.

Damit sollte die Persönliche Schutzausrüstung vom Office bis zur Baustelle und Industriehalle von der unbequemen Pflicht bald zum professionellen Teil des gesamten Arbeitseinsatzes werden.

PSA-Set maßgeschneidert für Ihr Unternehmen

Wenn Sie viel im Mischbetrieb, also im Wechsel von Baustellen zum Office und umgekehrt arbeiten, dann macht es Sinn, ein spezielles Schutzkonzept in Form eines Baukastenprinzips für Ihre Firma zu konzipieren. Ein dementsprechendes modulares PSA-Set hilft zu vermeiden, dass Sie sich ständig komplett umziehen müssen.

Die einzelnen Elemente, die sowohl für Büro wie auch für Baustellen und Werkshallen geeignet sind, könnten sich beispielsweise aus den folgenden Teilen zusammensetzen:

Mit diesen Kombinationsmöglichkeiten lässt sich die PSA im Alltag für einen Mischbetrieb vom Business im Innendienst über die Projektleitung und Bauleitung auf den Baustellen bis zum Vertrieb im Außendienst perfekt umsetzen.

Intelligente Lösungen für moderne Unternehmen

Mit dem richtigen Konzept ist der Einsatz der Persönlichen Schutzausrüstung kein Problem mehr, auch wenn Sie viel unterwegs sind und häufig wechseln vom Büro zu Meetings und Kunden bis zu Baustellen und Werkshallen. Unsere Vorschläge für Arbeitsschutz mit Helm, Sicherheitsschuhen, Schutzhandschuhen, Gehör- und Augenschutz sowie Warnweste und ergänzenden Arbeitsjacken können Sie dabei unterstützen, rechtliche Vorgaben mit einem professionellen Erscheinungsbild nach außen und unkomplizierter Anwendung perfekt in Einklang zu bringen.